Das im 13. Jahrhundert erbaute Schloß war zuerst Sitz der Burgvögte, dann residierten hier Bolko I. und seine Nachfolger, von 1392 an die Landeshauptleute des böhmischen Königs bzw. kaiserlichen Statthalters. Durch den Brand des Jahres 1648 vernichtet, wurde die Anlage bereits 1656 auf Weisung des Grafen Otto von Nostitz wiederhergestellt und in eine zeit – und standesgemäße Residenz umgewandelt. Die Umbauten im 18. und 19. Jahrhundert haben die Form einer Barockresidenz verwischt. Der Renaissancecharakter des Bauwerkes blieb im westlichen Flügel erhalten, barocke Züge weist der nordöstliche Flügel auf. Von 1746 bis in die 1950er Jahre war das Schloß ein Gefängnis (in den Jahren 1888-1945 eine Frauenstrafanstalt). Im 2. Weltkrieg wurden hier Mitglieder der Widerstandsbewegung aus Norwegen und Frankreich gefangengehalten, woran ein Denkmal im Schloßhof erinnert.
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